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Aktuelles

Lidl Schweiz: Goodby Diesel - Hello LNG!

Nicht irgendwann umsteuern, sondern so rasch wie möglich – das sagten sich wichtige Teilnehmer der Schweizer Initiative Lean & Green Switzerland und nehmen das Heft in die Hand: Mit dem Projekt „LNG – Brücke in die Zukunft“ setzen das Transportunternehmen Krummen Kerzers und Lidl Schweiz ein deutliches Zeichen.

Die Umwelt- und Schadstoffprobleme durch den Verkehr machen auch vor der Alpenregion nicht Halt. Das beflügelt nun die Unternehmen Lidl Schweiz und Krummen Kerzers, voranzugehen und durch den Einsatz von verflüssigtem Erdgas (LNG) in der LKW-Flotte den CO2-Ausstoß sowie die Luftschadstoffe in der Lebensmittellogistik deutlich und nachhaltig zu reduzieren. Gemeinsam stellten sie das Projekt „LNG – Brücke in die Zukunft“ vor, das ihren CO2-Ausstoß in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozent senken soll.



Ein ökologischer und ökonomischer Gewinn
Bei Krummen Kerzers kommt ein Dreiermix aus Fahrertraining, optimierter Transportplanung und schrittweiser Erneuerung der Lkw-Flotte auf Fahrzeuge mit LNG-Antrieb zum Einsatz. Im Frühjahr 2019 will das Unternehmen bereits 20 LNG-Trucks im Fuhrpark haben. Bis Ende 2020 sollen es bis zu 50 dieser Fahrzeuge werden und Lidl der nachhaltigste Discounter der Schweiz sein. "Trotz der höheren Anschaffungskosten sei nach Erfahrungen im Ausland und eigenen Berechnungen neben dem ökologischen Gewinn auch ein ökonomisches Plus möglich", so Inhaber und Geschäftsführer Peter Krummen.

Goodbye Diesel – Hello LNG!
Georg Kröll, CEO von Lidl Schweiz erklärte in seiner gleichnamigen Präsentation, dass die Transportsparte für 30 Prozent der CO2-Emmissionen des Unternehmens verantwortlich sei. Von entsprechend großer Bedeutung ist der Einsatz von LNG-Lkw, die im Vergleich zu konventionellen Diesel-Trucks 10 - 15 % weniger CO2, 35 % weniger Stickoxide und nahezu keinen Feinstaub ausstoßen. Sein Resümee: Wir müssen heute etwas tun, nicht erst in ein paar Jahren.



Keine Tankstellen? Kein Hindernis!
Um die Vorteile von mit LNG betriebenen Lkw aber tatsächlich zu nutzen, fehlt es auch an der nötigen Infrastruktur: Es gibt derzeit in der Schweiz keine einzige LNG-Tankstelle am Netz. Doch im Rahmen ihres Zukunftsprojekts gehen die Unternehmen auch dieses Problem offensiv an. Im Raum Kerzers/Estavayer und am Lidl-Verteilzentrum in Weinfelden soll je eine LNG-Tankstelle errichtet werden, dazu verpflichtet sich mit der Firma Translait ein weiterer Projektpartner, in Gunzgen eine Zapfsäule in Betrieb zu nehmen. Übrigens: Alle drei LNG-Stationen werden öffentlich zugänglich sein, so können auch andere LNG-Lkw dort tanken. Bravo!

Persönliche Anmerkung der Autorin:
Das Engagement von Lidl Schweiz ist beeindruckend. Ich habe es bei solch einem großen Projekt selten erlebt, dass NICHT nach Förderung und Unterstützung durch die Politik gerufen wurde. Lidl und Krummen Kerzens machen's einfach. Bravo!



Author: gibgas_exklusiv Birgit Maria Wöber

Bewegung im Schwerlastverkehr – durch CNG und LNG!

Die Diskussion um Schadstoffemissionen und Fahrverbote macht auch vor der Transportbranche nicht halt. Wer tagtäglich per LKW weite Strecken zurücklegt und in Städten oder Ballungsräumen unterwegs ist, braucht praktikable, kalkulierbare und zukunftssichere Lösungen. Viele Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen zunehmend auf Methan statt Diesel.

Ganz aktuell setzt beispielsweise im Großraum München der ökologisch orientierte Großbäcker, die Hofpfisterei künftig auf den umweltschonenden Methanantrieb bei der Belieferung der zahlreichen Verkaufsstellen. Getankt wird dabei vor Ort an den CNG-Tankstellen der Stadtwerke München (SWM), da diese die 100 % Biomethan anbieten.


Damit die neue Bewegung noch mehr Fahrt aufnimmt, winken für Gütertransporte ab auch sofort Förderprämien. für die Anschaffung schwerer CNG- und LNG-Nutzfahrzeuge. Diese reduzieren die Mehrkosten für die Anschaffung umweltschonender Fahrzeuge statt Dieselantrieb und machen den Umstieg noch einmal attraktiver.


Methan im Schwerlastverkehr – auf leisen Sohlen nach vorn
Etliche Nutzfahrzeughersteller haben den umweltschonenden Methanantrieb bereits im Programm. Äußerlich ist praktisch kein Unterschied zur Dieselausführung erkennbar, doch Fahrgeräusche und Schadstoffemissionen reduzieren sich deutlich. Besonders vorteilhaft ist dies im städtischen Verkehr, wo jedes Dezibel und jedes Mikrogramm weniger die Lebensqualität und Akzeptanz verbessern.

So setzen immer mehr Unternehmen auch bei den "Brummis" oder kommunalen Fahrzeugen auf diese Alternative. Bislang sind Fahrzeuge mit methanbasiertem Antrieb hier sowieso die einzig verfügbare Option – dafür aber zum Teil in zwei Varianten: einmal mit klassischem CNG-Antrieb, also Compressed Natural Gas, das auch normale PKW tanken. Zum zweiten basierend auf der Kraftstoffquelle LNG (Liquefied Natural Gas), das durch zusätzliche Kühlung verflüssigt und weiter verdichtet wird. Damit steigt der Energiegehalt nochmals erheblich und ermöglicht problemlos auch dieseladäquate Reichweiten.

Mit gutem Beispiel voran:
Grau ist alle Theorie, was zählt sind Taten: Die folgenden Unternehmen und Flottenbetreiber setzen bereits auf den umweltschonenden Antrieb mit CNG und LNG und planen teilweise sogar die Komplettumstellung ihres Fuhrparks. Das Spektrum zeigt, der Einsatz ist praktisch überall möglich und sinnvoll.

Kommunale Fahrzeuge, Stadtreinigung und Entsorgung: Die Berliner Stadtreinigung BSR hat das Kreislaufsystem optimiert, ihre 150 Mercedes Benz Econic-CNG-Müllfahrzeuge werden mit selbst erzeugtem Biomethan aus den gesammelten Reststoffen betankt.



Mercedes-Müllfahrzeuge mit CNG-Antrieb werden auch in Stuttgart, München und St. Ingbert eingesetzt. Nachahmung bundesweit empfohlen.

Transport und Spedition: Die Firma Zippel beliefert unter anderem den Autohersteller BMW in Leipzig mit CNG-LKW von Scania. Getankt wird in der Region 100 % Biomethan. Auch Audi, im PKW-Bereich selbst CNG-Fahrzeughersteller, wird mittels CNG-Scanias beliefert.



Bei Aldi Süd kommen im Raum Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf bereits 4 Iveco Stralis mit CNG-Antrieb zum Einsatz.



Der große Bio-Händler Bodan nutzt CNG-Modelle von Scania im Verteilerverkehr der Bodenseeregion und fährt konsequent Bio mit 100 % Bio.

Deutschlands größter Entsorger Remondis (immerhin 8.000 Fahrzeuge) steigt auf CNG um und wird künftig die Modellpalette auf verschiedene Modelle von Iveco umstellen.



Das Rosenheimer Logistikunternehmen BTK nimmt 15 Sattelzugmaschinen IVECO Stralis NP mit LNG-Antrieb in seinen Fuhrpark auf.


Sind Sie bereit für den Umstieg?
Wer sich selbst davon überzeugen will, dass methanbetriebene schwere Nutzfahrzeuge universell einsetzbar sind, sollte die aktuelle Demo-Tour von Iveco besuchen: Mit 18 aufgebauten CNG- und LNG-Fahrzeugen präsentiert der Hersteller deutschlandweit ein lückenloses und sauberes Methangas-Fahrzeugprogramm zwischen 3,5 und 40 Tonnen. Auch das neue Modell X-Way, das verschiedene Ausführungen für die Bauwirtschaft bietet.

Fazit: Der Umstieg ist problemlos möglich, die Fahrzeuge sind verfügbar, praxisgerecht und reduzieren Lärm, Schadstoffe und CO-Ausstoß im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Auch die Kraftstoffkosten sinken, so dass eine Amortisation nach relativ kurzer Zeit möglich wird. Ein weiterer positiver Effekt betrifft die Tankstellensituation, denn die Auslastung und Wirtschaftlichkeit wird deutlich angehoben. Das schafft Potenzial für den zügigen Ausbau des Netzes und optimiert die Versorgungssicherheit für alle. Nach der LKW-/Logistik-Kampagne "Friends on the Road" könnte also schon bald das Programm "Freu(n)de beim Tanken" folgen...




Author: gibgas_exklusiv Birgit Maria Wöber

Sauber gefördert: Brummis mit CNG-/LNG-Antrieb!

Soeben wurde die "Richtlinie über die Förderung von energieeffizienten und/oder CO2-armen schweren Nutzfahrzeugen in Unternehmen des Güterkraftverkehrs" durch den Gesetzgeber auf den Weg gebracht. Damit erhalten umweltorientierte Betreiber künftig finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung methanbetriebener LKW und Sattelzugmaschinen.

Es geht voran mit den umweltschonenden Methan-Antrieben – auch im Schwerlastverkehr. Für LKW und Sattelzugmaschinen, die CNG oder LNG tanken, gibt es künftig attraktive Zuschüsse, die den Mehrpreis gegenüber klassischen Diesel-Brummis abfedern und damit den Umstieg auf saubere Alternativen erleichtern. Das Förderprogramm ist Teil der Maßnahme 4.6.1 „klimafreundliche Gestaltung des Güterverkehrs“ des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 und soll für eine Treibhausgas-Reduktion von 20.000 Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2020 sorgen. Mehr zur Förderung lesen Sie beim Bundesverkehrsministerium (BMVI).

Guter Zeitpunkt für den Umstieg
Unternehmen kalkulieren scharf und brauchen verlässliche Bedingungen. Der Staat soll dafür den geeigneten Rahmen setzen - auch im Sinne seiner übergeordneten oder längerfristigen Ziele. Im Straßenverkehr, nicht gerade der kleinste Faktor bei Energiewende und Klimazielen, müssen noch viele Schritte in Richtung Dekarbonisierung gegangen werden. Europaweit wird nach verbindlichen EU-Richtlinien gerade die Infrastruktur für CNG und LNG verstärkt ausgebaut. Doch stehen die Unternehmen des Güterkraftverkehrs auch vor der Herausforderung, ihre Fahrzeugflotten den steigenden Anforderungen für CO2-arme, umweltschonende Mobilität anzupassen, um keinen Beschränkungen oder möglichen Fahrverboten ausgesetzt zu sein. Von daher kommt das neue Förderprogramm zur rechten Zeit, um notwendige Veränderungen mit anzuschieben.

Erst die Förderung, dann das Fahrzeug!
Wer umsteigen will, um im Güterkraft- oder Werksverkehr von der neuen Förderung zu profitieren, muss ein paar Dinge dabei beachten. Der Förderantrag muss grundsätzlich vor Beginn bzw. Anschaffung/Kaufvertrag/Zulassung von LKW oder Zugmaschine(n) eingereicht werden. Förderberechtigt sind Unternehmen des Güterkraftverkehrs, auch Werksverkehre fallen darunter. Die schweren Nutzfahrzeuge (mind. 7,5 t Gesamtgewicht) müssen als serienmäßiges Neu-fahrzeug in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union angeboten werden. Die Mindesthaltedauer sowie die ununterbrochene Zulassung in Deutschland betragen vier Jahre. Mietkauf und Leasing sind möglich. Die Förderhöhe richtet sich nach der jeweiligen Antriebsart und darf 40 % der Mehrkosten gegenüber einem entsprechenden Diesel-LKW mit Euro VI-Norm nicht übersteigen. Pro Nutzfahrzeug mit CNG-Antrieb gibt es einen Zuschuss von 8.000 Euro, pro LNG-Fahrzeug sogar von 12.000 Euro!

CNG und LNG – echte Alternativen im Güterkraftverkehr
Das Gute an solchen Veränderungen sind längst nicht nur der technische Fortschritt oder der Nutzen für Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität. Im Falle von CNG und LNG mindert es auch die Betriebskosten, fördert die heimische Industrie, regionale Strukturen, sichert Arbeitsplätze und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Dabei ist das Gesamtpaket längst keine Zukunftsvision, sondern bereits verfügbare Realität. Nicht nur beim sauberen Kraftstoff aus fast CO2-neutralem Biomethan (CNG), sondern auch beim Fahrzeugangebot. Führende Hersteller bieten hier bereits Fahrzeuge an, die mit Compressed Natural Gas oder der verflüssigten Variante Liquefied Natural Gas betrieben werden können und sich im Markt bewährt haben. Es kann also losgehen!

Vom Beratungsknowhow profiteren
Wer als Unternehmen von den neuen Fördermöglichkeiten profitieren will oder weitergehende Beratung braucht, findet in gibgas jederzeit den richtigen Ansprechpartner. Natürlich auch bezüglich CNG-/LNG-Tankstellen, Fahrzeugen, Routing fürs In- und Ausland sowie praktischen Unterstützungs-Tools.



Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Der Münchener ÖPNV wird individuell – mit CNG!

Dass man mit dem 130 Oktan-Kraftstoff CNG einen richtigen Tiger im Tank hat, dürften viele Nutzer schon wissen. Die Münchener SWM und MVG setzen mit dem sprichwörtlichen Kraftprotz und einem innovativen Mobilitätsservice nun zu einem neuen großen Sprung an: IsarTiger heißt das Projekt, das Mensch und Umwelt in der bayerischen Landeshauptstadt künftig beglückt.

Urbane Mobilität besitzt viele Facetten und Ausprägungen. Doch der Verkehr bringt Städte immer wieder an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. So auch die Isarmetropole. Um Verkehrsinfarkt, Parkplatzproblemen, Luftverschmutzung und drohenden Strafen zu entgehen, braucht es neue Konzepte. Konzepte, die alltagstauglich sind, den Menschen entgegenkommen und sich möglichst schnell und einfach umsetzen lassen.

Mobilität "on Demand" – natürlich mit CNG
Der klassische ÖPNV bietet direkte Lösungen für die Massenbeförderung, lässt sich auf individuelle oder flexible Bedürfnisse aber nur bedingt anpassen. Das neue Konzept "IsarTiger" setzt auf kleinere, dafür aber punktgenaue, komfortable, umweltschonende und preisattraktive Beförderungseinheiten. "Ridesharing" – also das Teilen von Fahrtstrecken – ist dabei der grundsätzliche Weg. Intelligent wird das Konzept durch eine entsprechende Steuerungssoftware sowie eine nutzerfreundliche App, umweltfreundlich durch das dahinter stehende Fahrzeugkonzept. Damit kommen wir zu der guten Nachricht für CNG-Freunde.
Zum Projektstart setzen die Initiatoren, die Stadtwerke München (SWM) und die Münchener Verkehrs Gesellschaft (MVG) auf eine Kombination von CNG- und E-Fahrzeugen. Aufgrund des großzügigen Raumkonzepts und der Reichweite kommen VW Caddy TGI in der Maxi-Version zum Einsatz. So finden bis zu sechs Passagiere Platz. In der dreimonatigen Testphase (Stufe 1) mit 20 Fahrzeugen sind noch VW eGolf und BMW i3 dabei, die bis zu drei Fahrgäste aufnehmen können. Für den späteren Regelbetrieb (Stufe 3) mit vergrößertem Einzugsbereich sind dann bis zu ca. 60 (!) VW Caddy TGI geplant.

Neue Wege – nicht nur für die Landeshauptstadt
MVG IsarTiger startet im Juni 2018 den Testbetrieb mit Abo-Kunden im westlichen Stadtgebiet München, voraussichtlich ab Herbst in der Erprobungsstufe 2 darf dann jedermann mit einsteigen. Der Service wird zunächst an Wochenenden zu den klassischen Ausgehzeiten angeboten. Fahrgäste buchen per Smartphone-App eine Fahrt, Startpunkt ist jedwede öffentliche Haltestelle in der Nähe, die auch auf der App angezeigt wird. Passagiere und Fahrzeuge, die optimal zueinander passen, werden blitzschnell miteinander gepaart. Linienwege und Fahrpläne gibt es nicht, die genaue Fahrtroute legt ein Algorithmus fest, der auch Buchungen weiterer Kunden berücksichtigt, so dass Fahrten und Kosten geteilt und die Fahrzeuge optimal ausgelastet werden.

Neben den Kooperationspartnern SWM und MVG ist mit door2door ein renommiertes Technologie-Unternehmen an Bord, das die komplette Software-Lösung für den MVG IsarTiger zur Verfügung stellt. Dazu Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung: „On-Demand-Services sind im Prinzip keine neue Idee. Flexible Bedienkonzepte wie Anrufsammeltaxis (AST) und Rufbusse gab und gibt es im ÖPNV bundesweit. Neue Möglichkeiten und Entwicklungspotenziale ergeben sich aber durch die Bestellmöglichkeiten und die Abwicklung über Apps." Der Fahrgast bestellt sich hier per Smartphone einfach Mobilität nach Maß und die MVG als Betreiber geht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung integrierter Mobilitätsdienstleister.

Zukunftsträchtig, ausbaufähig, synergetisch = vorbildlich!
„Als eine der ersten Metropolen Europas bringt München einen dynamischen On-Demand Rideshare Service auf die Straße und zeigt damit, wie sich der ÖPNV um smarte, bedarfsgerechte Angebote erweitern lässt”, so Dr. Tom Kirschbaum, Gründer und Geschäftsführer von door2door.

Dass dieses Beispiel für zahlreiche Städte und Metropolen Vorbildcharakter haben könnte, steht bei genauer Betrachtung außer Frage. Dafür sprechen die schnelle und praxisgerechte Umsetzung und der Ergänzungscharakter zu den bestehenden Diensten. Auch aus Kundensicht ein attraktives Angebot, das Komfortaspekte, Kostenvorteile und maximale Flexibilität kombiniert. Die bessere Auslastung mit zudem umweltschonenden CNG-Fahrzeugen bringt Vorteile für Luftqualität, Lebensraum und ist auch für die lokale Wirtschaft – inklusive der CNG-Tankstellen – ein deutlicher Pluspunkt.

Planungssicherheit durch eine verfügbare Größe – CNG Fahrzeuge
Neben dem prinzipiell in jeder Betriebsweise, Entfernung und Jahreszeit unproblematischen Handling von CNG-Fahrzeugen sprechen auch die sofortige Verfügbarkeit passender kostengünstiger KFZ und des umweltschonenden Kraftstoffs CNG für diese Variante. Erst recht, wenn das CNG aus erneuerbaren Quellen wie abfallstämmigem Biomethan oder überschüssigem Windstrom stammt, wie in München möglich. So kann der Individualverkehr ohne Komfortverlust reduziert werden – und die Umwelt doppelt entlastet. Also genau das, was Städte brauchen und ständig gefordert wird.


Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Unterwegs mit Stroh im Tank – Spedition Zippel beliefert BMW mit CNG-LKW

Auch wenn die Bayerischen Motorenwerke selbst auf den Methanantrieb verzichten, spielt dieser in der Lieferkette jetzt eine gewichtige Rolle: Die Hamburger Spedition Zippel setzt seit kurzem auf verbiogas in der BMW-Zulieferlogistik am Standort Leipzig, um auch die "letzte Meile" im kombinierten Verkehr möglichst klimaschonend zu bewältigen.

Fahren mit Stroh – die Verbio AG macht's möglich. Europas führender Biokraftstoffproduzent gewinnt den umweltschonenden Kraftstoff Biomethan durch innovative Verfahren vor allem aus dem landwirtschaftlichen Reststoff und speist ihn für seine Kunden als "verbiogas" ins Netz ein. Dazu Logistikvorstand Bernd Sauter: „Wir vergären in Schwedt/Oder Stroh zu Biogas, das auf Erdgasqualität aufbereitet ins Erdgasnetz eingespeist und an der Leipziger Tankstelle zur Verfügung gestellt wird.“

Guter Tipp, gute Erfahrungen, beste Aussichten
Für die Spedition Konrad Zippel, die unter anderem das dortige BMW-Werk beliefern, eine ideale Konstellation. „Wir sind über die Arbeitsgruppe Nachhaltige Antriebe im Hamburger Hafen auf den alternativen Antrieb aufmerksam geworden und haben unser Engagement vertieft, indem wir mit Scania und Verbio sprachen“, berichtet Axel Kröger, geschäftsführender Gesellschafter bei Konrad Zippel. Entsprechend des geplanten Einsatzbereichs entschied sich die Spedition dann für die Anschaffung von vier CNG-Zugmaschinen SCANIA C 340. Ihr verbiogas bekommen die Zippel-LKW an strategisch günstig gelegenen Tankstellen auf dem Weg zum BMW-Werk und zum Kombiterminal Schkopau. Mit den vier neuen LKW betreibt Zippel – nach der Verbio AG selbst – die zweitgrößte CNG-Flotte und überlegt nach gerade einmal dreimonatigem Betrieb schon weitere Anschaffungen in diesem Bereich.

CNG statt Diesel – im Straßengüterverkehr die einzige Alternative
Im Vergleich zum klassischen Diesel reduziert der Antrieb mit Biomethan aus Reststoffen und Stroh die CO2-Emission um rund 90 % und minimiert auch den Feinstaub- und Stickoxid-Ausstoß. Gerade im Straßengüterverkehr, bei dem hohes Gewicht und große Entfernungen zu bewältigen sind, spielt der CNG-Antrieb seine Vorteile aus und stellt die einzige Alternative zu Diesel dar. Insbesondere mit erneuerbarem Biomethan erfüllt der Kraftstoff, bzw. die Transportfahrzeuge, hier mit Leichtigkeit auch die steigenden ökonomischen und ökologischen Anforderungen. Zwei alternative Kraftstoffvarianten stehen dabei zur Wahl. Compressed Natural Gas, kurz CNG genannt, oder tiefgekühltes Flüssigerdgas LNG (Liquefied Natural Gas), das eine nochmals erhöhte Energiedichte aufweist und auch im Schiffsverkehr zum Einsatz kommt. CNG bietet aktuell durch den regenerativen Kraftstoffanteil allerdings eine noch bessere Klima- und Umweltbilanz.

Alles für eine Win-Win-Situation
Die Bereitstellung, auch im größten Maßstab, bereitet dabei keinerlei Problem. Laut Bernd Sauter ist Stroh ein landwirtschaftlicher Reststoff, der bisher in großen Mengen ungenutzt bleibt, allein in Deutschland wären das etwa acht bis 13 Millionen Tonnen pro Jahr.Und über die kosten- und CO2-effiziente Einspeisung ins Leitungsnetz kann jede CNG-Tankstation in Deutschland mit verbiogas von umweltschonender Mobilität im Personen- oder Güterverkehr profitieren, wie das aktuelle und erfolgreiche Projekt mit Zippel zeigt.

Als engagierter und leistungsstarker Partner steht Verbio dabei Stadtwerken und anderen Tankstellenbetreibern nicht nur mit günstigem nachhaltigem Kraftstoff zur Seite. Sondern auch mit Know-how, Marktkenntnis und innovativen Lösungen – auch im technischen Bereich. So arbeitet das Unternehmen unter anderem an neuen Möglichkeiten für die Bereitstellung der Tanktechnik.

Denn mehr Biomethan für alle bringt auch mehr Nutzen für alle: Fahrzeugbesitzer und -hersteller, Tankstellenbetreiber, regionale Wirtschaft und nicht zuletzt Klima und Umwelt!


Author: gibgas_Frank Wolter

Compressed Natural Spaß – Golf Variant TGI mit Allradantrieb!

Was wäre das Leben ohne Träume. So haben sich die VW-Auszubildenden in Zwickau etwas ganz Besonderes ausgedacht und gleich tatkräftig umgesetzt: Wer mit einem Golf Variant TGI zum kultigen jährlichen GTI-Treffen an den Wörthersee fährt, muss allerdings auch ordentlich was zu bieten haben: in diesem Fall einen richtigen CNG-Allradler!

CNG und klassischer Allradantrieb ist aufgrund der Flaschenanordnung unterflur üblicherweise nicht vereinbar – doch wenn echte Nachwuchs-Profis bzw. der Profi-Nachwuchs ans Werk gehen, macht man auch schon mal bei Volkswagen Zwickau das Unmögliche möglich.

Der saubere Kraftstoff CNG beflügelt einfach immer wieder
Das hat man dort auch früher schon bewiesen: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere ja noch an den Erdgasfahrertag 2009 in Markkleeberg bei Leipzig. Damals kreuzten die jungen Enthusiasten mit einem handgemachten Pickup auf Caddy Maxi-Ecofuel-Basis auf und begeisterten die Anwesenden.

14 Jung-Profis, 7 Berufe, 5 Paten und ein Tuning-Projekt
Als echte "Serientäter" nehmen die Zwickauer bereits zum fünften Mal in Folge am Tuning-Wettbewerb/-Treffen in Österreich teil. Das Team 2018 umfasst 14 Auszubildende aus sieben Berufsrichtungen, dazu 5 Projektbetreuer – und den im dortigen Werk vom Band laufenden VW Golf Variant TGI. Den nagelneuen 1,5-l-TGI-Motor mit 130 PS und 7-Gang-DSG, kürzlich auf dem Wiener Motorensymposium vorgestellt, hat das Serienmodell bereits drin, von der Alltrack-Optik bis zur kompletten 4Motion-Technik war es aber ein gutes und äußerst herausforderndes Stück Arbeit. Bis zuletzt wurde am neuen "Szene-Car" getüftelt, geschraubt, geschweißt, umgebaut und ein echtes Unikat geschaffen: die größte Herausforderung dabei betraf die Bodengruppe mit Wechsel auf eine Mehrlenker-Hinterachse, adaptives Gewindefahrwerk mit 40 mm-Liftfunktion und eine individualisierte Abgasanlage, wobei der originale 14-kg-CNG-Tank und der 50-l-Serien-Benzintank aus dem TSI-Modell erhalten blieben. Eine effektvolle 4-Farben-Matt-Lackierung und sondergefertigte Felgen für die breiten 20"-Reifen verstehen sich dabei von selbst, ebenso wie im Inneren feines Leder, neueste Multimediatechnik und ein einzigartiges Lichtkonzept.



Alles was geht, leider nicht auf der Straße
Auch wenn diese Einzelanfertigung nicht für den Straßenbetrieb geschaffen wurde, ist sie natürlich voll einsatzfähig: Das Platzangebot entspricht dem Serienmodell VW Golf Variant TGI, die Fahrleistungen mit einer Höchstgeschwindigkeit von gut 200 km/h auch. Die Reichweiten sinken angesichts von Allradtechnik und umfassender Sonderausstattungen natürlich, maximal wären noch ca. 400 km mit CNG und 1100 km im Benzinmodus drin, im Durchschnitt dürfte es aber 20 - 30 % weniger sein. Da dieses vollindvidualisierte Wunderwerk so niemals auf die Straße kommt, spielt der Realbetrieb allerdings keine Rolle. Der Anblick – und erst recht eine kleine Probefahrt – würde natürlich die Herzen (nicht nur) von CNG-Fans deutlich höher schlagen lassen.



Vielleicht schafft es der Bolide nach der Wörthersee-Tour noch auf weitere Events – träumen darf man ja. Applaus für das Zwickau-Team!

Leserbrief von Werner B. aus Vorarlberg/Österreich
Prima! Aber wen das die Auszubildenden auf die Reihe bringen, wird das wohl für die Serie überhaupt kein Problem sein. Also auf geht's, liebe Entscheidungsträger wartet nicht bis es andere Euch vormachen. Ihr könnt das besser. Die Kunden würden es euch danken. Der Markt wird nur durch mutige innovative zukunftsorientiert Entscheidungen belebt und für sich entschieden. Frei nach dem Motto: Vorsprung durch Mut zu neuem !!!! Werner B. Ein überzeugter CNG´ler aus Österreich


Leserbrief von Hubertus H. aus B.
Ja, was haben denn die Nachwuchs-Schrauber vollbracht, um CNG und Allradantrieb zu vereinbaren, wobei ja die Original-Tanks erhalten geblieben sein sollen?

Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Neue Power, neue Player - CNG auf dem 39. Wiener Motorensymposium

Wie bereits im Vorjahr festzustellen war, herrscht frischer Wind in Sachen CNG und Motorenentwicklung. Nach dem 1,0-l-TGI für die kleinen Kompakten präsentierte Volkswagen vom 26. - 27. April 2018 in Wien das künftige Aggregat für die größeren Baureihen. Und mit der Marke Ford gesellt sich noch ein weiterer Konzern zum Thema CNG-Motorisierung hinzu.

Wie sich der Volkswagen-Konzern und seine Unternehmenstöchter die Zukunft der CNG-Motorisierungen vorstellen, zeigen die Auftritte auf diversen Messen, Autoshows – und eben dem jährlichen Wiener Motorensymposium. Diese Fachtagung stellt nicht nur für Techniker das Branchen-Highlight dar, sondern zeigt meist den nahen Schritt zu Serienreife und Praxiseinsatz. So auch die Weltpremiere des neuen CNG-Motors für die Volumenmodelle in Kompakt- und unterer Mittelklasse.

Neues Hi-Tech-Triebwerk 1.5 TGI evo
Die Herausforderungen an Effizienz, Kraftentfaltung, Abgasverhalten und Schadstoffgrenzwerte sind zur stetigen Messlatte geworden. Insofern steigt der konstruktive Aufwand für moderne und zukunftsorientierte Motorengenerationen.
Mit dem neuen CNG-Triebwerk 1.5 TGI evo (EA211evo) zeigt sich Volkswagen hier bestens aufgestellt: Optimiert für den ohnehin sauberen Kraftstoff Compressed Natural Gas kommen in dem fortschrittlichen bivalenten Verbrennungsmotor ein VTG-Turbolader und das Miller-Brennverfahren zum Einsatz. Daraus resultieren nicht nur eine Standardleistung von jetzt 130 PS, Verbesserungen bei Drehmomentverlauf, Ansprechverhalten und Fahrleistungen, sondern auch nochmals optimierte Verbrauchswerte und CO2-Emissionen.

Für Volkswagen ist der neue 1.5 TGI evo ein wichtiger Baustein im Rahmen der CNG-Offensive, um das Volumen in diesem Marktsegment weiter zu erhöhen – in Deutschland immerhin die die am stärksten wachsende Antriebsart. Zudem können die TGI-Ottomotoren mit regenerativem CNG aus eGas/Biomethan – gewonnen aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft oder Biomasse – betrieben werden. Der neue Motor wird zunächst im VW Golf eingesetzt, modellübergreifend dann auch in den Schwestermodellen Seat Leon, Skoda Octavia sowie im VW Caddy als CNG-Aggregat den bisherigen 1,4-l-TGI-Motor ablösen.

Ford meldet sich mit Gas-Direkteinspritzung zurück
Mit dem neuen MTDI-Motor präsentieren auch die Kölner in Wien echten Ford-Schritt in Richtung CNG-Antrieb. Durch Hier gelingt de Verbindung von hohem Drehmoment, niedriger Umdrehungszahl und exzellenter Dynamik durch die Gasdirekteinspritzung. MDTI steht für Methane Turbo Direct Injection, wobei der Kraftstoff CNG wie üblich aus fossilem Erdgas oder den regenerativen Varianten Bio-Methan oder synthetisches Methan aus „Power-to-Gas“ bestehen kann, was die gute Umweltbilanz nochmals deutlich verbessert. Basis für die umweltschonende Triebwerk-Alternative mit 150 PS (110 kW) ist der neue 1,0-l-GTDI Ecoboost-Dreizylindermotor. Erste Versuche mit einem 7-Sitzer-Van zeugen laut Dipl.-Ing. Carsten Weber, Leiter Powertrain Research & Advanced Engineering bei Ford Europa, von der hervorragenden Effizienz auch dieses Konzepts: So betrugen die CO2-Emssionen je nach Fahr-/Messzyklus zwischen 93 g/km (NEFZ) und 120 g/km im schärferen neuen WLTP-Verfahren.

Unser Fazit: Wieder einmal gute Nachrichten aus Wien, die der CNG-Mobilität weiteren Auftrieb geben werden – und das Zukunftspotenzial dieser eine guten, praxistauglichen, verfügbaren und vor allem bezahlbaren Alternative aufzeigen!

Das Bild zeigt den neuen CNG-Hightechmotor 1.5 TGI evo


Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter