Deutschlands erste Biogastankstelle eröffnetGrosse Feierlichkeiten am 22. Juni 2006
Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr wurde am 22. Juni 2006 die erste Biogas-Tankstelle in Jameln/Wendland, direkt an der B248 zwischen Dannenberg und Lüchow, mit einem grossen Fest eröffnet. Parallel dazu gab es eine große Erdgas- und Biogasfahrzeug-Ausstellung. Rund 30 moderne Gas-Fahrzeuge der ansässigen Händler wurden präsentiert. ![]() Der neue Kraftstoff vom LandeAus der Anlage der Raiffeisen-Waren-Genossenschaft (RWG) wird das Roh-Biogas aus der Vergärung von Mais, Getreide, Kleegras mittels einer neu entwickelten Aufbereitungsanlage auf Erdgasqualität der Gruppe "H" (Methangehalt über 95 %) veredelt. Damit können alle Erdgasfahrzeuge auch diesen regenerativen und CO2-neutralen Kraftstoff tanken. Die TankstelleAn der öffentlichen RWG-Tankstelle, direkt an der B248 in Jameln, kann das Wendländer Biogas 24 Stunden mittels EC-Karte getankt werden. Der Preis liegt bei 79,9 Cent/kg (Preisstand 22.06.06) Um dem BioErdgas-Fahrer den Komfort der Bio-Erdgastankstellen zu ermöglichen, wurde eine unterirdische Gasleitung von der Biogas-Anlage zur öffentlichen Tankstelle verlegt. Neue TechnologieDie Wendländer BioGas-Tankstelle zeigt Wege auf, aus Biogas neben der Erzeugung mittels BHKW Strom und Nah-Wärme zu erzeugen, die Einkommenschancen für die Landwirtschaft auszubauen und auf heimische regenerative Energie-Reserven zurück zu greifen. ![]() Referenten der Biogas-Branche aus ganz Europa gaben in den Vorträgen einen Überblick und Entwicklungstand von Biogas als Kraftstoff. ![]() gibgas war vor Ort und hat in Zusammenarbeit mit E.ON-Avacon und dem lokalen Autohandel die Moderation und die neutrale Fachberatung von Erdgas und Biogas als Kraftstoff durchgeführt. ![]() Spatenstich für die 1. Biogastankstelle durch Verbraucherministerin Renate Künast war am 13. Mai 2005 Bereits im Februar 2006 besichtigte gibgas die Biogasanlage. ![]() Die Energie aus nachwachsenden RohstoffenDie Biogas-Anlage erhält den Rohstoff aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Getreide. Auf dem Bild links ist die Bevorratung von rund 7.000 Tonnen Mais und Getreide zu sehen. Der Ablauf- und GärungsprozeßDie drei großen Gärungsbehälter, auch Fermenter genannt, verarbeiten in drei Stufen das vergärte Material. Dieser Prozess kann bis zu mehreren Monaten dauern. Anschließend wird das gesammelte und erzeugte Biogas in zwei angeschlossene kleine Block-Heizkraftwerke (BHKW¥s) verbrannt. Aus dieser erzeugten Wärme und Strom werden die angeschlossenen Häuser mit Wärme versorgt. Der überschüssige Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist. ![]() Die Biogas-AufbereitungDiese Aufbereitung-Anlage ermöglicht es, das Biogas von weiterer Feuchtigkeit, Kohlendioxid und Unreinheiten zu befreien. Das Biogas wird nach der Reinigung eine Methangehalt von rund 95 % haben, mindestens 70 % Methan-Anteil sind erforderlich, damit ein Erdgasfahrzeug betrieben werden kann. |
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