Erste Biogasaufbereitungsanlage in NorddeutschlandBiomethan Einspeisung ins L-Gas-Netz der EWE![]() von links: Betriebsleiter Thomas Götze und Dr. Tomas Neuber, EWE Vorstand für Beschaffung und Produktion Der Oldenburger Energiekonzern EWE steigt in die Biogasaufbereitung ein . Am 8. November 2007 eröffnete die EWE im niedersächsischen Werlte die erste Biogasaufbereitungsanlage in Norddeutschland. Die Anlage wurde an die bereits seit 2002 bestehende Biogasanlage angeschlossen, die EWE 2006 übernommen hatte. Das darin erzeugte Biogas modifiziert die Aufbereitungsanlage so, dass es der Qualität von Erdgas (L-Gas) entspricht und speist es dann direkt in das Ortsnetz ein. Dadurch kann das Biogas jetzt in größerem Umfang genutzt werden. Bislang diente es nur dazu, vor Ort Strom und Wärme zu erzeugen, wie es auch die Biogasanlagen in Wittmund und Surwold tun, die EWE seit 2004 und 2005 betreibt. "Biogas ist ein wichtiger Baustein in der Energieversorgung der Zukunft. Mit der Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage leistet EWE im Bereich der erneuerbaren Energien Pionierarbeit, auch im Hinblick auf den Klimaschutz", erklärte Dr. Thomas Neuber, EWE-Vorstand für Beschaffung und Produktion am Donnerstag in Werlte. Biogas ist als Energieträger CO2-neutral. Das heißt, dass bei der Verbrennung von Biogas nur soviel klimaschädliches CO2 entsteht, wie vorher von der verwendeten Biomasse - zu ihrem Wachstum - aufgenommen wurde bzw. wie bei der Verwendung von tierischen Abfällen bei deren Verrottung entstehen würde. Die mit Abfällen aus der Nahrungsmittelindustrie betriebene Anlage werde jährlich bis zu drei Millionen Kubikmeter Biogas in das Erdgasverteilnetz einspeisen. Diese Menge reiche aus, um bis zu 2.000 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Das eingespeiste Biogas findet Neuber zufolge auch bei einzelnen EWE Produkten konkrete Anwendung. Unter anderem: "Wollen wir Biogas als Kraftstoff voranbringen. Künftig mischen wir dem herkömmlichen Erdgas an mehr als 50 Tankstellen im EWE-Versorgungsgebiet zwischen Ems Weser und Elbe zehn Prozent Biogas bei", so Neuber. Nach eigenen Angaben plant EWE weitere Biogasaufbereitungsanlagen in Betrieb zu nehmen, um das Engagement im Bereich der Zukunftsenergie Biogas weiter voranzutreiben. |
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