Eine Urlaubsreise zum Plattensee mit einem Erdgas-VolvoAugust 2006 Unsere Reisevorbereitungen starteten wir schon im März 2006 mit der Buchung des Quartiers und anschließender Streckenplanung. Wir entschieden uns für die schnellste Verbindung mit dem Auto, da auch die Erdgastankstellen auf dieser Tour sehr günstig lagen. Die Fakten:
![]() ![]() ![]() Mit unserem Volvo V70 bifuel starteten wir, Mama, Papa und zwei Kinder, am Anfang August in der Früh. Voll gepackt, voll mit Erdgas betankt und die Fahrräder auf dem Dach ging es Richtung München zu unserem ersten Tankstoff am Irschenberg. Benzin hatten wir nur ca. 10 Liter an Bord, um eine kleine Reserve zu haben. Dank Erdgasatlas und rechtzeitiger Planung fanden wir die Tankstelle nach 220 km ohne Probleme. Leider war die Erdgastankstelle erst nach der Abfahrt ausgeschildert, die LPG-Tankstelle dagegen bereits auf der Autobahn. Die Betankung früh um 4:00 Uhr lief reibungslos. Weiter ging es bis Ansfelden in Österreich, weitere 220 km. Die Tankstelle neben der Autobahn war gut zu finden und verschaffte uns knapp 12 kg Erdgas zu 9,97 €. In Wien angekommen tankten wir für 200 km 10 kg. Allerdings wurde der Tank damit nicht ganz voll. Beachtlich war, dass beide Stationen für Pkw und Busse geeignet waren. Nun kam, nachdem wir die ungarische Grenze überfuhren und nach Györ einbogen, die große Spannung, ob die Tankstelle in Ungarn (eine von drei im gesamten Land), für uns Erdgas bietet. Nach unseren Vorbereitungen und Recherchen fanden wir die Tankstelle relativ gut. Zu unserer Enttäuschung konnten wir aber nicht tanken, da die Tankstelle im Gelände des örtlichen Gasversorgers lag und am Sonntag auch in Ungarn keiner dort arbeitet. So wussten wir, dass wir in zwei Wochen bei der Rückreise, diese Tankstelle auch nicht anfahren brauchen. Also tankten wir Benzin für 20 € und fuhren, nachdem unserer Erdgasvorrat nach 200 km zu Ende ging, mit Benzin bis zum Balaton. Wir verlebten einen angenehmen und erholsamen Urlaub fast ohne Auto und konnten feststellen, dass Radfahren noch etwas günstiger ist als das Fahren mit Erdgas. Nach zwei Wochen hieß es dann zurück fahren. Mit vollen Benzintank und der Hoffnung in Wien wieder Erdgas tanken zu können starteten wir in Richtung Biberach. Alle Erdgastankungen in Wien, Ansfelden, Irschenberg und letztendlich Biberach verliefen reibungslos. Die Tankstops wurden meist zur körperlichen Betätigung genutzt und waren für alle eine Abwechslung. Insgesamt fuhren wir 1.960 km. Davon 530 km mit Benzin und 1.430 km mit Erdgas. Im Durchschnitt verbrauchten wir 130 € für den gesamten Urlaub an Treibstoffkosten, davon 5,38 €/100 km (6,4 kg/100 km) Erdgas und 11,02 €/100 km (9,5 l/100 km) und haben rund 100 € weniger an Spritkosten zahlen dürfen, als wenn wir mit Benzin unterwegs gewesen wären. 100 €, das sind 70 Liter ungarischer Wein, 10 kg ungarische Salami oder ganz einfach über 1.500 km fahren ohne Treibstoff. In diesem Sinne wünsche ich allen Erdgasfahrern und denen die es werden wollen immer eine Tankstelle in ihrer Nähe, damit man immer sagen kann … “erdgas bewegt mich“. Michael K. |
|
|


