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Montag 06.Juni 2016 | 09:27

Speisereste statt Diesel: BRV fährt auf Biomethan/CNG ab

Ein Musterbeispiel für Entsorgungskonzepte im Zeichen des Klimaschutzes: Die BRV GmbH aus Kißlegg nutzt seit über 20 Jahren Lebensmittelabfälle, Speisereste, Havarieware, um die eingesammelten Stoffe in der eigenen Biogasanlage energetisch zu verwerten. Seit 2010 entsteht hier auch der Treibstoff für die CNG-Fahrzeugflotte.

Von 5 kW auf 1 MW Leistung – natürlich Bio
So wurde schon zu Beginn aus den Speiseabfällen Biogas produziert und anschließend verstromt. Die erste Biogasanlage von BRV schaffte 5 kW Leistung, heute ist es 200 Mal so viel! Denn die Entwicklung und die Möglichkeiten schreiten voran und es kam 2010 mit zu einer beispielhaften Kooperation. In der von dem Partner Thüga Energie vor Ort errichteten neuen Aufbereitungsanlage wird nun das gewonnene Biogas gereinigt, aufbereitet und anschließend direkt ins Erdgasnetz eingespeist.

Die aktuelle Großanlage liefert pro Jahr rund 25 Millionen Kilowattstunden – der Wärmebedarf von weit über 1000 Haushalten – und spart bei der Produktion rund 10.500 Tonnen CO2 ein. Das erzeugte Biomethan wird unter anderem über Kraft-Wärme-Kopplung vor Ort für die Aufbereitung der Speisereste sowie die notwendige Hygienisierung mittels Strom und Heißwasser genutzt.

Firmenflotte konsequent auf CNG umgestellt
In konsequenter Weise hat die BRV GmbH außerdem die Firmenflotte der Entsorgungsfahrzeuge umgestellt, mittlerweile sind bei BRV bereits drei Spezial-LKW Mercedes Econic 1828 NGT im umweltschonenden und praktisch klimaneutralen Ganzjahreseinsatz. Die Nutzfahrzeuge haben mittlerweile über 250.000 Kilometer erfolgreich zurückgelegt und sich dabei mehr als bewährt: Mit einer Reichweite von fast 400 - 500 Kilometern pro 80-kg-CNG-Tankfüllung lässt sich im Regionalverkehr eben gut arbeiten.

Klimaneutrales Gesamtkonzept - PR inklusive
Als „Überzeugungstäter“ reicht es Ökopionier Rupp nicht, nur das Richtige zu tun. Und das ist gut so, denn wer selbst mit bestem Beispiel voran geht, kann auch andere motivieren und darf nicht zuletzt von seinem positiven Engagement profitieren.
Im gesamten Unternehmen, ob Gebäude, Einrichtung oder Anlagentechnik steht eine zukunftsorientierte, regenerative und saubere Energiepolitik im Fokus. Die CNG-Mobilität öffnet dank permanenter Außenwirkung hier ein weites Feld: von der Gestaltung der Sammelfahrzeuge und aktivem Auftreten bis zur Umweltwerbung auf der eigenen Homepage. Denn wer die BRV mit der Reststoffsammlung beauftragt, verbessert so auch die persönliche Ökobilanz. Die Signalwirkung ist beabsichtigt und auch überregional wichtig – vor allem, da beispielsweise große bundesweite Konzepte mit übergreifenden Aktionen und Aktivitäten fehlen, um das Thema großflächig und dauerhaft ins Blickfeld der Öffentlichkeit und der Entscheider zu rücken.

In Kißlegg gelingt das auf regionaler Ebene schon sehr gut. Die Anlage wird häufig von Kommunalpolitikern und Verantwortlichen der Energiebranche zu Informationszwecken besucht und schlägt damit nicht nur in der Branche, sondern auch im politischen und energiepolitischen Umfeld Wellen. Bravo!

Autor: Frank Wolter für gibgas_exklusiv

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