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Mittwoch 15.Juli 2015 | 13:06

So geht Energiewende: Audi e-gas-Anlage stabilisiert Stromnetz

Das Ingolstädter Unternehmen übernimmt Verantwortung, begreift Mobilität ganzheitlich und stellt deshalb seit 2013 auch den CO2-neutralen Kraftstoff für die Modelle mit der Bezeichnung g-tron her. Die Erzeugung des synthetischen Methans aus Windstrom in Werlte hat zudem positive Nebeneffekte, die perfekt in die Strategie der Energiewende passen.

Dass Audi neben leistungsstarken effizienten Fahrzeugen auch gleich den regenerativen Kraftstoff für seine zukunftsweisenden Antriebe produziert, stellt Audis e-gas-Anlage im niedersächsischen Werlte seit 2013 sicher. Die weltweit größte industrielle Power-to-Gas-Anlage erzeugt mittels Windstrom aus Wasser und CO2 synthetisches Methan für die g-tron Modelle. Aktuell ist der Audi A3 Sportback g-tron* mit 81 kW (110 PS), nächstes Jahr folgt der neue Audi A4 Avant g-tron mit 125 kW (170 PS). Beide Modelle fahren mit Audi e-gas nahezu klimaneutral, denn der CO2-Anteil im Betrieb wird bei der Herstellung des Kraftstoffs gebunden.

Mit Audi e-gas das Stromnetz stabilisieren…
Nun zeigt sich die Anlage in Werlte von einer weiteren positiven Seite: Sie eignet sich auch bestens, um hochflexibel Lastspitzen aus dem Stromnetz aufzunehmen und das öffentliche Stromnetz zu stabilisieren. Mit einer erfolgreichen Testsequenz hat sich die Anlage jetzt für die Teilnahme am so genannten Regelenergiemarkt qualifiziert. Der wachsende Anteil der erneuerbaren Energien (33 % im ersten Halbjahr 2015) am deutschen Strommix führt auch zu Lastschwankungen – umso wichtiger sind deshalb flexibel abrufbare Abnehmer wie die Audi e-gas-Anlage in Werlte (Emsland), die bereits auf geringe Frequenzwechsel im Stromnetz ausgleichend reagieren kann. Im erfolgreichen Prüfszenario zog die Anlage innerhalb von fünf Minuten fast 6 Megawatt Leistung aus dem Netz und fuhr zusätzliche vorgegebene Lastprofile ab. Durch die Teilnahme am Regelenergiemarkt sind jetzt noch höhere jährliche Laufzeiten zu erzielen, die dem Netz und der Menge an produziertem Audi e-gas zugute kommen.

…und mit Effizienz die Energiewende stärken
Ein weiterer Zusatznutzen: Statt überschüssigen Strom unter Preis an der Börse loszuschlagen oder gar Erzeugungsanlagen abzuschalten, kann diese Energie sinnvoll genutzt und in speicherbares Methan umgewandelt werden. So wird Audi-e-gas, das Audi-Fahrer an CNG-Tankstellen mit der Audi e-gas-Karte bezahlen, zu einem festen und sicheren Baustein der Energiewende. Darüber hinaus hat Audi zusammen mit einem Kooperationspartner eine neue Herstellungsmethode für e-gas entwickelt, bei der die Methanisierung auf biologischem Weg verläuft. Das schafft zusätzliche Reserven für einen wachsenden Anteil umwelt- und klimaschonender Fahrzeuge.

Autor: gibgas

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