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Mittwoch 03.Februar 2016 | 09:00

Positives Gutachten zur Verlängerung der Steuerbegünstigung für CNG!

Wesentliche Voraussetzung für die Entscheidung zur Verlängerung der Steuervergünstigung für CNG (Komprimiertes Natural Gas aus Erdgas, Biomethan, PtG und H2) über 2018 hinaus sind die Ergebnisse einer Studie des Heidelberger ifeu-Instituts „Energiesteuereinnahmen im Kraftstoffsektor“. Diese behandelt auch den wichtigen und geforderten Aspekt der möglichen Gegenfinanzierung. Ein positiver Abschlussbericht liegt dem Finanzausschuss des Bundestags vor.

Wie „derenergieblog.de“ berichtet, scheint nun die letzte Hürde auf dem langen, langen Weg der Fortschreibung genommen. Eine schier unendliche Geschichte, die bereits in den frühen Koalitionsverhandlungen beschlossen wurde, stünde damit kurz vor ihrer Vollendung. Endlich! Denn dies verdrängt dann die Unsicherheit nicht nur im Lager der CNG-Fahrer, sondern auch bei den Autoherstellern und vor allem Tankstellenbetreibern.

Ein spätes Signal – aber vielleicht doch gerade richtig
„Wir müssen nach vorn schauen!“, heißt es hierzulande gerne mal. Handeln gehört dann allerdings ebenfalls zu den Verpflichtungen. Doch lassen wir einfach mal die durch die Zeitverzögerung verpassten Marktchancen außer Acht. Was dann bleibt, wäre ein starkes Signal genau in der Zeit, in der eklatante Schwächen und Vertuschungen die bislang meistverkaufte Antriebsform gerade nachhaltig in Verruf bringen. Denn angesichts des gewaltigen Aufruhrs über den Dieselskandal und vielfach überschrittene Grenzwerte in der Praxis wird sich künftig niemand mehr so leicht diesen Flüssigkraftstoff schönreden können. Eine echte Alternative bietet sich mit CNG auch hier – und damit für Hersteller wie Kunden ein Ausweg aus der zunehmenden Misere.

Die vielen Potenziale von CNG nutzen
Die bei CNG minimierten Luftschadstoff- und Treibhausgas-Emissionen bilden das solide Fundament für eine Steuerbegünstigung des umweltschonenden Kraftstoffs. Die zahlreichen und wachsenden regenerativen Erzeugungsmöglichkeiten sind eine weitere tragende Säule, die konsequent in die Zukunft weist und alle Flüssigkraftstoffe – inklusive dem LPG-/Flüssiggasantrieb – deklassiert. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung rücken mit dieser „Energiewende im Straßenverkehr“ schon deutlich näher. Auch unter diesem Aspekt ist eine Priorisierung des CNG-Antriebs durch das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) mehr als verständlich – oder wie es das Blog perspektivisch ausdrückt: „Die Studie lässt sich im Ergebnis als klares Bekenntnis für eine Verlängerung der Ermäßigung für Erdgaskraftstoff interpretieren. Nach den Aussagen des Heidelberger Instituts wächst bei Fortgeltung des ermäßigten Steuersatzes der Fahrzeugbestand mit CNG-Antrieb (CNG = Compressed Natural Gas, also komprimiertes Natural Gas) bis zum Jahr 2030 von derzeit rund 100.000 auf 600.000 Fahrzeuge.“

Impulse für Infrastruktur und Markt
Investitionssicherheit, Rentabilität und Amortisation sind für Marktteilnehmer, bzw. ihren Erfolg unabdingbar. Das zögerliche Vorgehen hat es den entscheidenden Protagonisten der CNG-Mobilität in den letzten Jahren schwer gemacht.

Mehr Tankstellen, ein wachsendes Fahrzeugangebot, bessere Information und Vermarktung, permanent optimierte Technik und damit höhere Absatzquoten, die zur besseren Auslastung der Tankstellen und Innovationszyklen führen... so würde sich eine konsequente Erfolgsstory darstellen, die alle Beteiligten inklusive der Fahrzeugkäufer beflügelt. Mit der Verlängerung der Steuerbegünstigung wäre ein großer Schritt in diese Richtung getan. Insbesondere "Betreiber von Erdgastankstellen, überwiegend Stadtwerke, warten händeringend auf die Verlängerung der Steuerbegünstigung" als Marktanreiz, denn schon die bereits vorhandene Technik erfordert wiederkehrende Pflege und Erneuerung. Etliche Betreiber haben sich daher in den letzten Jahren aus dem stagnierenden Markt verabschiedet. Ähnlich verhalten, bis auf wenige positive Ausnahmen, war das Engagement bei den Fahrzeugherstellern und last, but not least, den potenziellen Autokäufern, die ihre mittel- und langfristigen Entscheidungen natürlich auch wirtschaftlich abgesichert sehen wollen.

Neben der Fortschreibung der Steuerermäßigung als wichtigem ersten Baustein wurden in der Studie deshalb weitere Maßnahmen aufgeführt und bewertet, die den künftigen Markterfolg unterstützen und sichern können. Und was die Gegenfinanzierung betrifft: Diese könnte, wie das Blog der Studie entnimmt, „über eine geringe Umlage auf die Energiesteuer bei Benzin und Diesel erfolgen.“ Was angesichts der Marktzahlen ja nicht die schlechteste Lösung wäre und das Geld in diesem Fall sogar tatsächlich „bereichskonform“ eingesetzt würde.

Autor: gibgas_exklusiv

Quelle: derenergieblog.de von bbh - Becker Büttner Held

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