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Montag 01.Februar 2016 | 10:00

Dicke Luft? Eine Chance für CNG-Mobilität

Ballungsräume leiden von jeher unter Dreck und Luftschadstoffen. Hauptverursacher sind Industrie, Heizungen und Verkehr. Den alarmierenden Smog-Berichten aus Peking folgte kurz darauf Neu Delhi – doch auch Europas Großstädte lieferten zum Jahresende mehrfach negative Schlagzeilen. Gerade herrschte erstmals Feinstaub-Alarm in Stuttgart und in München sind die Werte auch deutlich überhöht. Kein Grund also, den Blick nur in die Ferne zu richten.

Mancher kennt das Schreckgespenst „Smog“ vielleicht noch aus den 70ern – und dem gleichnamigen TV-Film von Wolfgang Menge. Vieles hat sich seitdem gebessert, Emissionen wurden rigoros eingedämmt, ganze Industriezweige geschlossen, strenge Schadstoffnormen eingeführt, vor allem in den Industrieländern.
Doch auch dort macht die im Vergleich gewaltige Zunahme des Verkehrs die Bemühungen zum Teil wieder zunichte. Hier hilft nur eine möglichst umweltschonende Mobilität, die auf das Prinzip der Nachhaltigkeit setzt. Schon früh – genauer im Jahre 2006 – wies das Bundesumweltministerium daher in Anzeigen auf das zukunftsträchtige Potenzial von CNG-Fahrzeugen hin, zeigte Flagge für den schadstoffarmen Antrieb und war Schirmherr des ehemaligen Trägerkreises Erdgasfahrzeuge. (>> Siehe Titel-Grafik.)

Der Dieselantrieb bekommt Gegenwind
Bei der Entwicklung des Autoverkehrs spielte der Dieselantrieb in Europa bislang eine immer stärkere Rolle. Autos wurden größer und schwerer, die Motorisierungen stärker – neue Generationen des vergleichsweise sparsamen und kraftvollen Dieselantriebs schienen die optimale Lösung zu sein. Die Kehrseite der Medaille ist hier aber nach wie vor der Schadstoffausstoss, der gerade in der Praxis die Normwerten um das zigfache überschreitet. Dies förderten mehrere Untersuchungen unabhängig voneinander zutage, mit dem vorläufigen Höhepunkt des Abgasskandals „Dieselgate“. Nachfolgende Tests diverser Marken und Modelle lassen – zumindest teilweise – wenig Gutes erwarten. Vielerorts steht der Dieselantrieb aber auch schon länger in der Kritik und soll im Rahmen städtischer Notmaßnahmen mit Fahrverboten belegt werden. Bestes Beispiel: Paris.

Auch die EU-Kommission setzt sich für Diesel-Fahrverbote ein. Ebenso die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die bereits mehrfach gerichtlich auf Umsetzung der Luftreinhaltepläne gedrängt hat. Jüngst wurde das Land Hessen wegen deren mangelhafter Umsetzung und zu hohen Schadstoffbelastungen in Wiesbaden und Darmstadt verklagt und soeben zu weiteren Schritten verurteilt. Weitere Klagen sind auf dem Weg.

Feinstaub, Ruß und Stickoxide – weniger ist mehr
Was Stuttgart mit dem Feinstaub-Alarm soeben vorexerzierte, wird erst der Anfang sein. CNG-Mobilität kann hier Abhilfe schaffen oder Probleme deutlich mindern. Die bekanntesten und gefährlichsten Luftschadstoffe, die durch den Verkehr erzeugt werden, sind Feinstaub, Stickstoffdioxide und Rußpartikel. Je nach Art der Verbrennungsmotoren werden sie in unterschiedlichen Mengen und Partikelgrößen emittiert – oder auch nicht, wie die aktuelle Vergleichsgrafik am Beispiel des Modells VW Golf VII beweist:



Auch ganze 10 Jahre später, heute in 2016 liegen CNG-Fahrzeuge weiter unangefochten an der Spitze, hinzu kommt das Potenzial regenerativen Kraftstoffs. Dabei ist der als CNG (= Compressed Natural Gas) an den Tankstellen verkaufte Kraftstoff schon von Natur aus sauberer. Der Hauptbestandteil Methan, chemisch CH4, enthält lediglich ein Kohlenstoff-Atom. Selbst als fossiles Erdgas verbrennt er daher sauberer als alle flüssigen Treibstoffe wie Benzin und Diesel – praktisch ruß- und feinstaubfrei und mit nur minimalen Anteilen von Stickoxid. Das macht CNG-Fahrzeuge zu einer echten und praktikablen Lösung gerade auch in problematischen Ballungszentren.

Mehr zu Emissionen bei CNG-Fahrzeugen finden Sie unter Umwelt.

CNG: Motor für die Energiewende und CO2-/Klimabilanz
Doch wie sieht es mit dem Klimaschutz aus? Stichwort Kohlendioxid (CO2), das klimarelevante Treibhausgas. Auch hier punktet CNG locker gegenüber den Konkurrenten, lediglich modernste Dieselmotoren schaffen es (mit aufwändiger Filter- und Abgasreinigungstechnik) auf ein ähnliches Niveau.

Damit zum wichtigen Punkt Nachhaltigkeit: Es hat einen guten Grund, warum wir den Begriff CNG verwenden – und nicht Erdgas. Erdgas ist ein rein fossiler Energieträger. Dieser hat jedoch in den letzten Jahren einen rasanten Weg in Richtung regenerative Erzeugung genommen: Sein chemisches Pendant CH 4/Methan ist – angetrieben durch den Kraftstoff – mittlerweile zu großen Teilen aus landwirtschaftlichen Abfällen, Speiseresten und Gartenmüll in Biogasanlagen herstellbar. Oder wird mittels überschüssigem Windstrom und CO2 synthetisch in Power-to-Gas-Anlagen gewonnen. Oder direkt aus Stroh erzeugt. Das gewaltige nachhaltige Potenzial bei der Erzeugung, die Einspeise- und enorme Speicherfähigkeit im Erdgasnetz machen diesen Energieträger zum idealen Partner von Energiewende und sauberer Mobilität. So sorgt 100 % Biomethan an der Tankstelle für eine 90 %ige Reduzierung der CO2-Emissionen; mittels CNG aus Power-to-Gas-Anlagen fährt man praktisch CO2-neutral!

Zero Emission – die E-Mobilität als Mogelpackung
Oft wird die Elektromobilität als selig machende Lösung angepriesen. Dass sie aber durchaus auch Teil des Problems ist, wird dabei gern großzügig verschwiegen. Denn solange der nötige Strom nicht sauber und nachhaltig erzeugt wird, ist die tatsächliche Schadstoffbilanz lediglich verschoben – zu Lasten derer, die in der Nähe von z.B. Kohlekraftwerken oder Abbaugebieten leben. Nicht einmal „lokal emissionsfreie Fahrt“ stimmt: denn Feinstaub entsteht auch durch Reifen, Bremsen, Verwirbelungen von Straßenstaub... Die propagierte „Zero Emission“-Aussage entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als reine Marketing-Floskel. Saubere Mobilität geht anders – erst recht, wenn das E-Mobil als Drittwagen angeschafft wird und so den ökologischen Fußabdruck nochmals vergrößert. Hinzu kommt die extrem aufwändige Herstellung von Fahrzeug und Stromspeichern. Nichtsdestotrotz kann auch die E-Mobilität einen wertvollen Beitrag zum Fortschritt und zu einer „besseren“ Automobilität leisten – aber wohl kaum als Universallösung für alle.

Die Alternative ist verfügbar – schon heute!
Sauber, sparsam, kostengünstig – so wünschen sich Menschen laut diverser Umfragen „ihre“ individuelle Automobilität. Zeit und Grund genug, sich endlich näher mit der nach wie vor einzigen Alternative zu befassen, die genau das ermöglicht: CNG-betriebenen Kraftfahrzeugen.

• preislich auf Höhe vergleichbarer Dieselmodelle
• deutlich günstigere Kraftstoffkosten als Benziner
• sauberer als sämtliche Flüssigkraftstoffverbrenner
• serienmäßig vernünftige Reichweiten und normale Tankzeiten

Es könnte also ganz einfach sein – wenn die CNG-Mobilität endlich als nachhaltige, saubere, kostengünstige und verfügbare Lösung in den Fokus gerückt würde.

Autor: gibgas_exklusiv

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