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Montag 23.Januar 2017 | 10:02
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CNG. Was sonst! Teil 3
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CNG. Was sonst! Teil 3

Von den zukunftsweisenden Chancen der Erneuerbarkeit führt Teil 3 erst einmal zurück in die Realität und Gegenwart. Was wäre ein ökologischer Ansatz ohne Vorteile auf der ökonomischen Seite? Auch hier bedient CNG in vorbildlicher Weise aktuelle Sichtweisen und Trends. Nicht die schlechteste Basis für künftige Veränderungen.

Regionalität ist so ein Begriff, mit dem viel Positives verbunden ist. Noch deutlich höher ist der Stellenwert von Arbeitsplätzen angesiedelt. Mit beidem lässt sich CNG hervorragend verbinden; denn die nachhaltige Erzeugung basiert einerseits auf Ressourcen, die im näheren Umkreis anfallen bzw. genutzt werden und andererseits auf den Menschen, die vor Ort an den verschiedenen Prozessen beteiligt sind.

Wertschöpfend und unabhängig
Was ebenfalls für den Energieträger Methan und Kraftstoff CNG spricht, sind vielfältige ökonomische und gesellschaftliche Effekte. Die wirtschaftlichen Vorzüge beschränken sich dabei nicht allein auf die Fortbewegung. Man muss nicht einmal mit CNG fahren, um davon zu profitieren. Denn die nachhaltige Erzeugung über Biomethan oder Power-to-Gas hat auch die positive Auswirkung funktionierender regionaler Wertschöpfungsketten: Profit und Arbeitsplätze entstehen bzw. bleiben im Lande, bestehende Strukturen, z. B. in der Landwirtschaft, werden gefestigt oder sogar ausgebaut. Darüber hinaus sorgt die heimische Produktion des nachhaltigen Energieträgers für zunehmende Unabhängigkeit von Energieimporten. Dies ist nicht nur politisch gewollt, sondern auch aus Gründen der Versorgungssicherheit wünschenswert.

Nicht nur klimaneutral, sondern auch sauber
Manche haben es durch diverse Meldungen in den Medien vielleicht mitbekommen – der klassische Verbrennungsmotor geriet durch mehrfache Abgasskandale und die ebenso allgegenwärtige wie künstliche Fokussierung auf den Elektroantrieb ins Visier der Gegner. Dabei ist CNG-Mobilität in der Gesamtbetrachtung dem E-Mobil derzeit klar überlegen und die einzige Alternative, um Verbrenner schon heute praktisch klimaneutral zu betreiben. Alles gut, also?
Nicht ganz, denn kaum wurde in größerem Maße publik, dass CNG-Fahrzeuge problemlos mit regenerativem Kraftstoffen – und daher klimaneutral – fahren können, meldete sich massiv die „Flüssigkraftstoff-Fraktion“ zu Wort und reklamierte die „erneuerbaren Kraftstoffe“ als Zukunft für Benzin und Diesel...

Allerdings gibt es überhaupt keinen Grund, sich so leicht „die Butter vom Brot nehmen zu lassen“. Denn erstens existieren diese erneuerbaren Flüssigkraftstoffe noch gar nicht – im Gegensatz zu CNG bzw. Biomethan aus Abfall- und Reststoffen sowie synthetischen Methan aus Power-to-Gas. Zweitens sollte man sich vor Augen halten, welch enorme Mengen nötig wären, um diesen Bereich überhaupt sinnvoll zu bedienen. Und drittens: Selbst wenn es die klassischen Flüssigen dennoch in Richtung „erneuerbar“ schaffen sollten (man denke nur an E10 und Biodiesel...), bleibt dennoch das Grundproblem der deutlich höheren Schadstoffemissionen im Betrieb. CO2 ist eben nur eine Seite der Medaille. Den Vorsprung, den CNG in der Gesamtbilanz sauber heraus fährt, können die Flüssigen technisch niemals einholen.

„Change“-Management für neue Ziele
Damit zu einem weiteren Punkt und auch psychologisch wichtigen Grund, den Begriff Erdgas endlich bei der Mobilität zu streichen. Die Verwendung des Begriffs „Gas“ bzw. „Gasfahrzeug“ ruft speziell in Deutschland bei vielen Menschen offenbar Skepsis oder gar Ängste hervor. Auch wird, oft in sensationslüsterner und undifferenzierter Weise, immer wieder über Brände oder gar „Explosionen“ berichtet. Dabei betrifft das fast nie CNG-Modelle, die als Serienfahrzeuge höchsten Standards genügen, aber als „Erdgasfahrzeuge“ automatisch in Sippenhaft genommen werden. (siehe hierzu auch den Beitrag Sicherheit)

Hier bietet einzig der Begriff CNG eine klare Abgrenzung und passt optimal, sogar länderübergreifend. Denn das internationale Zeichen für den Kraftstoff, erkennbar beispielsweise an Hinweistafeln, lautet schlicht: CNG. Kurz und bündig, merk- und wiedererkennbar. In vielen Ländern ist dieses Zeichen/Logo als Aufkleber im Heckfenster des Fahrzeugs Pflicht, in Bussen des ÖPNV auch in Deutschland. Daran angelehnt hatte gibgas mehrere Kampagnen und 2014 einen entsprechenden Tankdeckelaufkleber entwickelt und mit großem Erfolg vermarktet.

Ganz aktuell – und daher schon letzte Woche in Teil 2 berichtet – wurde unsere Überzeugung ja durch die Entscheidung zur Kennzeichnungspflicht von Seiten der EU-Kommission und des DIN-Instituts als 100 % richtig bestätigt.

Es tut sich also was im CNG-Markt. Aber noch lange nicht genug. Gerade was die Vermarktung des Kraftstoffs und der Fahrzeuge angeht, besteht noch erheblicher Nachholbedarf. Eine einheitliche Nomenklatur wäre ein großer Schritt, der allen hilft. Denn bei CNG stimmt das Gesamtpaket für nachhaltige Mobilität.

Wir schreiben das Jahr 2017: Neu denken. Der Kraftstoff CNG!

Autor: gibgas_exklusiv Frank Wolter

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