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Birgit Maria Wöber

Überzeugungstäterin und Frontfrau von gibgas fährt seit 19 Jahren mit großer Begeisterung und einem guten Gefühl CNG aus Methan, mit einer Fahrleistung von inzwischen über 730.000 km. Sie betreibt die dienstälteste Website für CNG-Mobile "gibgas.de". Dank Dieselgate kann es nur noch eines geben: Umsteigen auf CNG!

IAA_2013 - Der Blickwinkel eines Interessierten CNG-Kunden

Wir von gibgas kennen die IAA und andere automobilen Großveranstaltungen eher von den Fach- und Pressetagen her. Nach diesen reservierten Tagen fängt an den Ständen das großen Rücken und Rangieren an, die Stände werden für den Kundenansturm fitgemacht. Da kam uns eine Idee. Wir erachten die Sichtweise einen künftigen CNG-Nutzer für äußerst wichtig und auch dessen Blickwinkel. Da haben wir nach unseren ersten IAA-Berichten (Teil 1 und 2) gedacht, mal einen „Praxis-Check aus Nutzersicht“ zu machen und haben einen CNG-Interessierten, nennen wir ihn "Otto Normalo" mit etwas Grundwissen an den Publikumstagen losgeschickt mit der Bitte um einen -Achtung- kurzen Bericht. Hier seine Erfahrungen rund um das Thema CNG-Fahrzeuge auf der IAA 2013. Aber lesen Sie selbst. Gefällige Lektüre...

Wunsch und Wirklichkeit – der Erdgasantrieb auf der IAA 2013
Ein Erdgasfahrzeuginteressant auf der IAA.

Ausgestattet mit einem kleinen Messeplan geht es los. Bekannte Hersteller von Erdgasfahrzeugen sind auf mehrere Hallen verteilt, dann gibt es in Halle 8 noch den extra „Erdgas-Stand“ von erdgas-mobil. Ich hake gleich bei der Messe-Information nach, ob es vielleicht eine direkte Übersicht gibt, wo man Erdgasfahrzeuge findet. „Ja, ich drucke es Ihnen gerne aus.“ Bingo!? Leider ist die Liste nicht wirklich zu verwenden, es geht eher um Technikkomponenten als Autos. Kleiner Gegencheck mit Hybrid-Fahrzeugen: auch nicht so viel besser. Schade eigentlich.

Aber die einschlägigen Produzenten sind bekannt, ich starte in Halle 6 beim italienischen Nr. 1 Hersteller Fiat. Auf dem Stand etliche neue Fiat 500 L (konventionell), ein bisschen
500er Rennsport – und dann doch ein (!) CNG-Panda „Trekking“ mit markanter Optik und etwas höher durch den Unterfahrschutz. Trotz des mehrfach ausgezeichneten Herzstücks „TwinAir-Turbo-Motor“ ist kein Blick unter die Haube möglich! Enttäuschend, denn der Wagen macht ansonsten einen sehr soliden Eindruck, bietet gute Übersicht und Platzverhältnisse, keine Schießscharten als Fenster und eine angenehme Sitzposition. Freundliche Beratung durch das Standpersonal, bei technischen Infos etwas dünn. Prospekte gibt es keine – auch wenig Belastbares zum 500 L mit CNG. Leider kein Ausrufezeichen für die Italiener mit dem doch großen Angebot beim Erdgasantrieb. Der anschließende Testballon schräg gegenüber beim Konzernbruder Lancia – in Italien gibt es seit geraumer Zeit das Modell Y mit Erdgas – bringt nur erstaunte Gesichter – leider nichts bekannt.

Weiter nach Rüsselsheim – zu Opel in Halle 8. Vielbeachtet dreht dort die Studie „Monza“ ihre Runden: leider nur auf der rotierenden Bühne und durch die Absperrung unerreichbar für Normalsterbliche. Trotzdem Kompliment an Opel: Tolles Design, großes Auto-Kino. Nur detaillierte Informationen konnte ich nicht erhaschen, es war einfach zu voll und Gedrucktes ließ sich ebensowenig entdecken wie irgendeine Tankmöglichkeit des angeblichen CNG-Hybriden außen an der Karosserie. Das muss aber nichts heißen.

Auch das Flaggschiff von Opels Erdgasflotte, der Zafira Tourer CNG Turbo, ließ sich unter den reichlich ausgestellten Tourern nicht finden. Auf direkte Nachfrage erklärte mir eine Dame, der Erdgaser sei hinten beim Erdgasstand! „Ach, Sie haben einen extra Stand dafür?“ „Nein, nicht wir. Der Wagen steht bei den andern Erdgasfahrzeugen da hinten.“ Autsch! Überhaupt kein Fahrzeug am Hauptstand; ein Bekenntnis zum CNG-Antrieb beim einstigen deutschen Marktführer Opel (immerhin drei Modelle!) sieht irgendwie anders aus.

Aber dank etwas Vorbereitung ahne ich wenigstens, es muss sich dabei um den erdgas-mobil-Stand handeln – denn auf meinem Übersichtsplan steht von diesem Aussteller nichts. Nach kurzer Wegstrecke in die Hallenecke leuchtet es dann tatsächlich grün. Einseitig abgeschirmt von der dusteren Rückwand des Peugeot-Standes setzen die hellen Erdgaser dann doch einen freundlichen Kontrapunkt. Die neue Mercedes E-Klasse, Audi A3 g-tron, VW Passat EcoFuel, Fiat Panda Turbo, das Skoda Citigo Rekordfahrzeug und – tatsächlich – ein weißer Opel Zafira Tourer zeigen, dass der Erdgasantrieb lebt! Für regen Publikumsverkehr und hohe Aufmerksamkeitswerte wäre ein zentraler Standort natürlich wünschenswert: Es gibt genügend Standpersonal, einen auskunftsfreudigen Infostand mit reichlich Prospektmaterial rund ums Erdgasfahren – nur die Besucherdichte und vor allem zufällige „Laufkundschaft“ dürfte deutlich größer sein.
Meine Sachfragen zu den Modellen wurden gut und ausführlich beantwortet, für ein – zugegeben ziemlich spezielles – fahrzeugtechnisches Detail wurde mir immerhin ein möglicher Ansprechpartner am Stand des Herstellers genannt. Leider war er nicht da.

Ein bisschen Frischluft und eine kleine Pause auf dem Weg zur Audi-Halle, wo mich eine lange Warteschlange vor dem Eingang erwartet. Och nöh. Dann lieber später nochmal und ab zum restlichen Volkswagen-Konzern in Halle 3.

Startpunkt Skoda. Nein, wir haben keinen Citigo mit Erdgasantrieb am Stand, heißt es zuerst auf Nachfrage beim nächstbesten offiziellen Mitarbeitenden… Wie bitte? Doch ich lasse tapfer den Blick schweifen und entdecke ein A+ Signet am Info-Panel eines roten Citigo. Volltreffer – Mißtrauen siegt! Reinsetzen, angucken, Blick in Koffer- und Motorraum – alles ok. Auch einige Information gibt es jetzt von der autonahen Messehostess: Reichweite kein Problem, 350 – 400 km plus etwas Notbenzin und an jeder 6. Tankstelle in Deutschland gibt es auch Erdgas. Nanu?
14000 : 6 = 2300 – das ging ja fix… vor der IAA waren’s erst rund 920.

Weitere nichtkonventionelle Antriebe (z. B. demnächst Octavia CNG) sind leider nicht ausgestellt, der neue Fabia Spaceback, auf dem meine heimliche Hoffnung aufgrund des passenden Platzangebots ruhte, basiert nicht auf der neuen VW-Plattform „MQB“, womit die Erdgasoption entfällt.

Damit geht es zur Konzernmutter Volkswagen – und zum ersten wirklichen Aha-Erlebnis. Denn wie man es im Rahmen der Strategie und Möglichkeiten viel, viel besser macht, zeigen die Wolfsburger eindrucksvoll. Alternative Antriebe direkt in der ersten Reihe, einer neben dem andern, Elektro neben Erdgas und Blue-Motion-Spardiesel: E-/eco-Up, VW Golf BlueMotion TGI, E-Golf, VW Golf Variant BlueMotion TGI, Passat, Touran Caddy nicht drauf geachtet...hüstel...
Man erkennt keine hausinterne Gewichtung, sondern die Besucher erleben einen gleichberechtigten Auftritt der aktuellen oder sehr zukunftsnahen Möglichkeiten, kraftstoffoptimiert mobil zu sein. So sollte es doch sein, oder? Auch die erfragten Informationen passen, die jeweiligen Ansprechpartner kennen die Vorzüge und Besonderheiten (z. B. Fahrprofile für Elektro-Piloten) und ziehen auch mal Kollegen zu Rate.



Bei den zukünftigen Golf E-Modellen fehlen noch ein paar belastbare Fakten, aber Preise (über 30.000 Euro) etc. sickern schon ein wenig durch. Beim Elektro-Antrieb schockiert das nicht (mehr), dazu ist schon zuviel über deftige Anschaffungskosten bekannt. Die Preismodelle anderer Hersteller mit etwas günstigerem Einstand, dafür aber monatlicher Akku-Miete kaschieren die deutliche finanzielle Belastung bestenfalls.

Die Erdgasvarianten des neuen VW Golf sind umlagert, doch der Blick unter die Haube, ins Gepäckabteil und ausgiebige Sitzprobe kein Problem. Sehr solide, klar und gut gemachte Technik im Motorraum, Aggregate und CNG-Komponenten liegen sichtbar und frei, eine Unterbodenabdeckung schützt vor Straßenschmutz. Die Lademöglichkeiten beim Variant sind so großzügig, dass selbst eine dritte Sitzreihe noch Stauraum ließe. Auch innen alles aufgeräumt, getrennte Tankanzeigen, gutes „Material-Feeling“ und komfortable Sitzpositionen vorn wie hinten.

Ich verlasse positiv gestimmt den Stand und wechsle zur nächsten Konzerntochter Seat. Hier versteckt sich die „Weltpremiere Seat Leon“ mit Erdgasantrieb wieder dezent hinter den PS-Boliden, einen Mii Ecofuel entdecke ich nicht. Der schicke CNG-Leon in Blaumetallic macht einen guten und soliden Eindruck. Größe, Platzangebot, CNG-Antrieb mit praxistauglicher Reichweite von 400 km plus X sind vielversprechend, passend die urlaubstaugliche „Reserve“ des 50-l-Benzintanks für tankstellenarme Länder, die der Berater erwähnte. Den – angeblich über den Bordcomputer – frei wählbaren Antriebsmodus hätte ich gern live gesehen; da der Wagen ohne Schlüssel nicht betriebsbereit war, ließ sich dies leider nicht verifizieren. Auch die Preisgestaltung und letzliche Motorisierung (1,2 oder 1,4 TSI) wurde mir als noch offen genannt, da das Erdgasmodell in den Unterlagen noch nicht aufgeführt war. Dafür steht wohl das weitere Erscheinen der CNG-Kombiversion noch in 2014 fest. Ich bleibe gespannt.

Der nächste Hallenwechsel (bei Audi herrscht nach wie vor großer Andrang) führt mich dann in die Festhalle, komplett umgestaltet von Mercedes Benz. Hinweise auf Einlassbeschränkungen wegen zu starken Besucherandrangs kommen nicht zum Tragen, aber gut gefüllt ist der riesengroße „Showroom“ auf mehreren Etagen dennoch. Das „Auto-Ballett“ mit selbstfahrenden und pilotierten Hi-Tech-Wagen der Topklasse im Parterre wird von Lichteffekten und Konzertbeschallung begleitet, meine Favoriten befinden sich im oberen Teil der Halle: Natural Gas Drive – die NGD-Modelle der B- und E-Klasse. Die B-Klasse steht als Taxiausführung dort, die E-Klasse parkt daneben und direkt an einer aufgebauten Demo-Tanksäule. Optisch und technisch sind beide Fahrzeuge top bis ins Detail, die Aufsteller an den Fahrzeugen geben Auskunft über die technischen Daten und Finessen. Gut so, denn an ein Beratergespräch ist nicht zu denken. Immenser Publikumsverkehr, vor allem aber eine enorme Lautstärke durch die „musikalische Begleitung“ der Vorführungen im Parterre ließen wohl jede Unterhaltung scheitern. Der Weg zurück durch das „Bombastodrom“ gestaltet sich als Geduldsprobe, ein Zählwerk am Ausgang wird vermutlich einen rekordverdächtigen Besucheransturm protokollieren. Nach zwei dort kredenzten Erfrischungsgetränken nehme ich die letzte Etappe in Angriff und postiere mich am Ende einer langen Warteschlange vor der Agora/Audi-Halle.

Audi - die urbane Welt
10 Minuten später betrete ich eine urbane Welt, die auf dem Kopf steht – bzw. von der Hallendecke hängt. Die Visualisierung dieses Anspruchs ist Audi wirklich sensationell geglückt und wird sogar die nächste internationale Expo bereichern. Vorbei an glänzenden PS-Boliden, hochgereckten Handy-Cams und staunenden Besuchern nähere ich mich meinem gut zu erkennenden Ziel. Unter den „hängenden Gärten“ mit grünen Hügeln und Steineichen stellen die Ingolstädter ihre neuen Alternativen Antriebe aus. Nach kurzer Wandbildschirm-Info über Audis innovative „Power-to-Gas-Anlage“ , die für den regenerativen Kraftstoff der Zukunftsflotte sorgen wird, starte ich bei der Erdgasvariante A3 Sportback g-tron: ein feines Kompaktmodell mit viel Technik im Wohlfühl-Innenraum. Komfort und Platzangebot sind ausgezeichnet, das Gepäckabteil ist nicht überdimensioniert, aber hinreichend. Darunter befinden sich die beiden leichten High-Tech-Tanks aus Polyamid/ Verbundfaser, die man per Bodenspiegel hier auch von unten bewundern kann. Gut 14 kg CNG-Fassungsvermögen ermöglichen bei ausgelobten 3,2 kg Durchschnittsverbrauch gut 450 km sportlicher Reichweite. Kompliment!
Auch hier gibt es engagierte Berater mit recht gutem Wissen und Bereitschaft zum ausführlichen Erklären. Überraschend die relativ günstige Einstiegspreise für den Sportback (ab 25.900 Euro). Es wird ein Tankkartenkonzept für das von Audi selbst erzeugte e-gas geben, erst für Flottenkunden, dann auch im Privatmarkt. Immerhin können 1.500 neue g-tron Sportbacks damit je 15.000 km weit fahren – fast CO2-neutral. Letzte Details dazu stehen aber noch aus.

Nebenan parkt das elektrifizierte Schwestermodell e-tron, das wegen des (Plug-in-)Hybridkonzepts eigentlich h-tron heißen müsste. Auch hier wird kompetent und auskunftsfreudig begleitet und wie zuvor die Audi-Strategie bekräftigt, nur Autos anzubieten, die über akzeptable Reichweiten verfügen. Damit sind reine reine E-Konzepte kein Thema, solange keine Wunderakkus o.ä. verfügbar sind. Verschiedene Fahrmodi optimieren Reichweite und Verbrauch, nach (endlich mal kompetenter!) Erläuterung des Verbrauchsberechnungsmodells für Hybride einigen wir uns darauf, dass der Normwert (knapp 2 l Super) im gemischten Praxisbetrieb kaum erreicht werden kann.
8 Jahre Akku-Garantie und der (geschätzte) Preis des A3 e-tron von 34 - 37.000 Euro deuten darauf hin, dass man die demnächst verfügbare rein elektrische Konkurrenz aus München im Blick hat.

Damit zum Fazit eines langen und interessanten Besuchstages:
Es gibt im Bereich Erdgasfahrzeuge eine echte Fortentwicklung. Attraktive neue Modelle mit hervorragenden Fahrleistungen, Verbrauchswerten und Reichweiten finden sich in nahezu allen Klassen. Mit dem wachsenden Angebot in den Volumensegmenten muss diese Alternative endlich sichtbar im Markt ankommen.

Bei der Präsentation und Vermarktung ist aber noch jede Menge zu tun. Einzig Volkswagen und (zunehmend) die Konzerntöchter gingen hier in die wünschenswerte Offensive: Wo eine Unternehmensstrategie erkennbar ist, wird auch Wert auf die Präsentation des Erreichten gelegt.
Proaktive Elemente, um Interesse zu fördern, auch normale „Laufkundschaft“ an die Stände zu locken und aufzuklären, sind dagegen Mangelware. Ebenso die Erkennbarkeit gegenüber den konventionell betriebenen Modellen. Die kleinen Infotafeln neben den Fahrzeugen geben das ebensowenig her wie dezente Typbezeichnungen auf dem Wagenheck.

Angesichts der Probleme beim Absatz von Elektrofahrzeugen im Privatmarkt müsste die ausgereifte, praxistaugliche und bezahlbare Erdgastechnik bei den Alternativen Antrieben viel stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Doch die „automobile Show“ fand bei CNG fast nicht statt. PS-Wahn oder E-Hype – sicher wird viel von der künstlich geschürten Euphorie einer solchen Messe im automobilen Alltag verfliegen und sachliche Argumentation Boden für z.B. Erdgasantrieb gutmachen. Sofern vor Ort von den Händlern und Verkäufern argumentiert wird.

Womit ich dann beim Wünschen 2.0 wäre...

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Kommentare

29.09.13 13:51 - Simone Weber

Ich will die Eindrücke Ihres Herrn Normalo von der IAA ergänzen und auch in einem Punkt widersprechen: Da wir aufgrund einer Fahrleitungsstörung bei der Frankfurter S-Bahn erst sehr verspätet auf das Messegelände kamen, mussten wir unser Besuchsprogramm stark kürzen und sahen eigentlich nur Halle 6 und 8. Auch wir empfanden den Erdgas mobil-Stand als recht gelungen, unsere Fragen wurden kompetent beantwortet und man erhielt einen guten Überblick über die kleine Vielfalt an verfügbaren Erdgasfahrzeugen. Sicher, die Standplatzierung war etwas ungünstig, es ist allerdings wirklich schwer, in dem Getöse der IAA zwischen den ganz großen Firmen mit den ganz großen Werbeetats aufzufallen.

Ihrem Eindruck vom Fiat-Stand will ich aber widersprechen. Der hochgewachsene Trecking-Panda war zwischen den Horden an kleinen Fiat 500 (und Derivaten) kaum zu übersehen und als mein Mann und ich Fragen zum TwinAir Natural Power hatten, übergab man uns Sekunden später einen Prospekt mit allen lieferbaren Personenwagen mit Erdgasmotor. Und darin fanden wir auch die Daten zum neuen Fiat 500L TwinAir Natural Power. Er bekommt den Zweizylinder-Motor des Pandas, soll jetzt aber die Euro 6 schaffen und aufgrund des etwas höheren Verbrauchs (ca. 0,7 kg gegenüber des Panda) hat er einen um zwei Kilogramm erweiterten Tankinhalt. 359 km Reichweite im CNG-Betrieb ist angeben, wie sich das dann in Realität darstellt, wird sich zeigen.
Da wir den TwinAir-Motor in einem Benzinmodell schon einmal Probe gefahren sind und wir von seiner großen Agilität positiv überrascht waren (die nüchternen Prospektwerte hatten uns das nicht erwarten lassen) freuen wir uns auf die Modelleinführung. Mit seiner knubbeligen Karosserie und dem charaktervollen Zweizylinder sticht er deutlich hervor aus dem üblichen Einheitsbrei.

Freundliche Grüße

Simone Weber


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