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Klaus Sonnenschein

2003 auf der Suche nach einem sparsamen Diesel ist er durch eine gute Beratung des Autohauses Rüschkamp, Lünen bei CNG gelandet. Erstfahrzeug war ein Opel Astra CNG. Erste, sehr positive Erfahrungen führten zu mittlerweile mehreren CNG-Mobilen mit ca. abgespulten 540.000 km. Persönliches Engagement bei Ausstellungen und lokalen Präsentation in seiner Heimat unter dem Motto: „CNG ist für mich DER Treibstoff“ – ein Stinker kommt mir nicht mehr auf den Hof, zeichnen ihn aus.

CNG - die ungeliebte Goldmedallie?

Immer wieder hört und ließt man, dass Städte untereinander nahezu in einem Wettbewerb zueinander stehen, welche ist die sauberste Stadt. Gleiches gilt irgendwie auch für das Sparen bei finanziellen Ausgaben...

Jetzt könnte man meinen, dass entsprechende Städte nahezu alles tun, um hier weit vorne zu liegen. Wie im Sport : Gute Vorbereitung, Schnelligkeit und Ausdauer führen zum 1. Platz - der Goldmedallie.

Nicht aber so bei CNG. Mit diesem Treibstoff könnten sich viele Städte - wenn sie denn wollten - an die Spitze der sauberen Städte setzen, also eine Goldmedallie in punkto Reduzierung von Schadstoffen und Senkung von Kosten erhalten. Einige Städte haben dieses begriffen und sind bereits ganz weit vorne. Andere Städte aber bleiben stur und wollen scheinbar nichts zum Positiven verändern.

Anstatt sich auf innovative, saubere, sichere, umweltverträgliche, zuverlässige und verfügbare Technologien und Treibstoffe wie CNG einzulassen, bleibt man bei althergebrachter Technik oder setzt auf Technik, die derzeit noch nahezu unbezahlbar ist.

Stadt Herne: Biogasbefürworter hat es schwer

Mir kommt es vor, um beim Beispiel Sport zu bleiben, als würde ein Sportler rückwärts laufend versuchen, einen 100 Meterlauf zu gewinnen. Dass das nicht klappt, ist wohl allen Sportlern wohl bekannt, denn sie laufen so schnell es geht vorwärts.

Bei uns in Herne laufen gerade alle rückwärts. Laut einem, von der Stadt beauftragten und bezahlten Gutachten, gibt es ein hohes Potential von zu verringernden Schadstoffen und finanziellen Einsparungen. Laut diesem Gutachten sollte die Stadt sich sogar als Vorbild für die Bürger in dieser Hinsicht darstellen. Mein Weg wäre, CNG als Treibstoff für alle städtischen Fahrzeuge und den ÖPNV einsetzen und dadurch:

- Schadstoffe (NOX und Stickoxide) und Lärm reduzieren
- Zuschüsse beim ÖPNV zu verringern und die Stadtkasse entlasten
- Umsatzsteigerung der eigenen Stadtwerke als CNG-Versorger für die o. g. Fahrzeuge

Aber..., ja das ABER wird hier groß geschrieben...

Man müsste sich um etwas aktiv kümmern. Man müsste sich beraten lassen, wenn man schon selbst nicht weiß, wie es klappt.

Statt dessen werden vorgelegte Zahlen scheinbar einfach ignoriert, nicht einmal nachgeprüft und / oder widerlegt. Selbst die Stadtwerke scheinen nicht zu wollen. Man kann doch eine andere städtische Tochter nicht in die Pfanne hauen! Und die lokale Politik..., na ja... Selbst einmal etwas anzustoßen, diese Möglichkeiten offen und ehrlich zu prüfen und dann erst zu entscheiden, scheint irgendwie nicht im Sinne unserer Politiker. ist das Thema ad acta gelegt.

Wir als Bürger sollen alles Erdenkliche machen, um Schadstoffe zu verringern, Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Die öffentliche Hand aber..., die scheint dieses nicht nötig zu haben. Vorbild zu sein, nein, warum das denn? Die Bürger zahlen doch schön und schweigen.

Die Stadtwerke vermelden, dass die Umsätze zurück gehen. Ein weiteres Absatzgeschäft, die Versorgung des ÖPNV und der städtischen Fahrzeuge mit CNG, aber wird nicht versucht.

Statt dessen schließt man ein erst einmal die optimal an der A43 gelegene alte Erdgastankstelle, weil sie unwirtschaftlich sei und versucht das Thema CNG lieber tot zu schweigen. Aktive Kundenwerbung sieht man hier im Stadtgebiet nicht. Auf der Internetseite der Stadtwerke Herne muss man schon suchen um etwas zum Thema zu finden. Die Einträge aber, die man dann dort findet, sind mehrheitlich veraltet.

Daß ich mit meiner Meinung nicht allein bin, zeigt dieser Beitrag: Taxifahrer kritisieren defekte Erdgastankstelle

Wie schon gesagt : Den 100 Meterlauf zu gewinnen klappt nur, wenn man gut aufgestellt und zuversichtlich ist. Läuft man aber rückwärts...

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